Rapamycin bremst Altern – bei Mäusen

Rapamycin, ein Medikament, das Abstoßungsreaktionen von Organen verhindert, kann vielleicht das Altern bremsen:  In einer US-Studie mit über 2000 Mäusen verlängerte Rapamycin das Leben der Nager um 14 Prozent – und zwar auch dann, wenn die Tiere erst in einem recht hohen Alter behandelt wurden. Bislang ist es nur bei Fliegen und Würmern gelungen, mit einem Medikament das Altern zu bremsen. Bei Säugetieren half nach bisherigem Kenntnisstand nur starkes Hungern.
Die positive Wirkung von Rapamycin haben Wissenschaftler-Teams von drei US-Universitäten in einem gemeinsamen Projekt festgestellt. Besonders überrascht hat sie, dass Rapamycin sogar bei schon 20 Monate alten Mäusen wirkte. 20 Monate bei Mäusen entsprechen etwa 60 Jahren bei Menschen.
Die große Frage ist nun natürlich, ob das Medikament  auch bei Menschen das Altern bremst. Ein Problem könnte die Dosierung sein. Denn die Mäuse erhielten täglich 2,24 Milligramm Rapamycin pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Menschen beträgt die nomale Tagesdosis dagegen nur 2 bis 5 Milligramm insgesamt. Die bei den Mäusen gewählte Dosis entspricht bei einem 70 Kilogramm schweren Menschen fast 160 Milligramm.
Trotz der recht positiven tierexperimentellen Daten bleibt Menschen im Moment weiterhin daher nichts anderes übrig als ein gesunder Lebensstil, also viel Bewegung, nicht rauchen, wenig oder gar kein Alkohol und leider auch Hungern, also Verzicht oder wenigstens Maßhalten bei allem, was schmeckt.
Die Studie ist vor wenigen Tagen vorab online in  „Nature“ erschienen.

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