Impfstoff erster Klasse für Merkel und Co.?

3D model. (M2 labeled in white.
Image via Wikipedia

Nach einem „Spiegel“-Bericht sollen Kanzlerin und Minister mit dem nicht-adjuvantierten Impfstoff Celvapan des Unternehmens Baxter vor Schweinegrippe geschützt werden. Auch Beamte von Ministerien und nachgeordneten Behörden sollen mit dieser Vakzine geimpft werden und nicht, wie das Gros der Bevölkerung, mit dem adjuvantierten Impfstoff Pandemrix. Vor einigen Tagen hatte die Bundeswehr bekanntgegeben, dass sie für ihre Soldaten Celvapan bestellt habe, was zu einigen Diskussionen geführt hatte, insbesondere zu dem Vorwurf, die Bevölkerung erhalte einen weniger verträglichen Impfstoff – sozusagen einen Impfstoff zweiter Klasse. Ob Celvapan allerdings wirklich die bessere Lösung ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Siehe hierzu den Bericht von gestern.
Laut „Spiegel“ sollen außer Mitgliedern des Kabinetts sowie Beamten der Ministerien und der nachgeordneten Behörden auch die Mitarbeiter des für die Impfstoffzulassung zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts den Baxter-Impfstoff erhalten.  Das Institut hat vergangene Woche wiederholt seine Entscheidung verteidigt, der Bevölkerung die GSK-Vakzine zu beschaffen.
Für den Vorsitzenden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, sei das, wie das Nachrichtenmagazin berichtet,  ein Skandal, der den Menschen kaum zu vermitteln sei. „Wir sind unglücklich über diese Impfkampagne“, so Ludwig weiter. Die Kampagne werfe zahlreiche Probleme auf, ihr Nutzen sei ungewiss: „Die Gesundheitsbehörden sind auf eine Kampagne der Pharmakonzerne hereingefallen, die mit einer vermeintlichen Bedrohung schlichtweg Geld verdienen wollten.“
Auch der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Michael Kochen, rät laut „Spiegel“ wegen des ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses den deutschen Hausärzten von der Impfung ab.  Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, werfe der Bundesregierung  sogar „wissenschaftliche Falschaussagen“ vor, heißt es in dem Beitrag weiter. Wie bei Schwangeren, so gelte auch für Kinder unter drei Jahren: „Der Impfstoff ist an ihnen noch überhaupt nicht getestet, deshalb ist das Risiko einfach zu groß, ihn jetzt bedenkenlos einzusetzen.“

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