Guillain-Barré-Syndrom nach Impfung gegen Schweinegrippe

In Frankreich ist der erste Fall eines Guillain-Barré-Syndroms (GBS) nach einer Impfung gegen Schweinegrippe aufgetreten. Laut „Le Monde“ und anderen Medien ist eine junge Frau unmittelbar nach Impfung mit Pandemrix® erkrankt. Die zuständige französische Behörde prüft, ob ein kausaler Zusammenhang besteht.

Die Frau gehört zu den Angehörigen des Gesundheitswesens, die seit dem 20. Oktober geimpft werden. Sie erkrankte offenbar innerhalb von zehn Tagen nach der Impfung, was  sehr früh ist. Nach Angaben der französischen Behörde sind vier bis sechs Wochen die Regel, so dass nach anderen Ursachen des GBS gesucht wird, etwa nach Infektionen.

Die Häufigkeit eines GBS nach einer Influenza wird auf 4 bis 7 pro 100 000 geschätzt. Die GBS-Inzidenz nach einer Impfung liegt nach den US-Erfahrungen von 1976 mit anderen, heute nicht eingesetzten Impfstoffen bei 1 zu 100 000.
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bezweifelt, dass die aktuellen Grippe-Impfstoffe ein Guillain-Barré-Syndrom auslösen und beruft sich auf  kontrollierte Studien zum Risiko nach saisonalen, derzeit verfügbaren, modernen Grippe-Impfstoffen. Das gegenwärtige GBS-Risiko bei saisonalen Grippeimpfstoffen wird auf 1 zu 1 000 000 geschätzt. Um verlässliche Daten zu gewinnen, hat das PEI eine Untersuchung zum GBS begonnen.

Link: Le Monde

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Eine Antwort zu “Guillain-Barré-Syndrom nach Impfung gegen Schweinegrippe

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