Krebsrisiko unter Folsäure erhöht

KHK-Patienten in Norwegen, die Folsäure und Vitamin B12 als Nahrungsergänzung zu sich nehmen, haben eine erhöhte Krebssterblichkeit und eine um 25 Prozent vermehrte Rate an Bronchialkarzinomen. Auch die Gesamtsterberate sei bei diesen Patienten erhöht, berichten norwegische Forscher in der aktuellen Ausgabe des „JAMA“.  Möglicherweise fördere eine langjährige Folsäure- und Vitamin-B12-Supplementierung das Wachstum von Tumoren, die sonst nicht aufgefallen worden wären.
Da Folsäure vor Neuralrohrdefekten wie Spina bifida schützt, werden in vielen Ländern zum Beispiel Getreideprodukte damit angereichert. Da dies in Norwegen nicht gemacht wird, ist dieses Land gut geeignet dafür, den Zusammenhang von Folsäure-Supplementierung und Krebs zu untersuchen.
Die norwegischen Wissenschaftler um Dr. Marta Ebbing aus Bergen haben die Daten von zwei großen Studien analysiert, in denen Herzkranke Folsäure und Vitamin B12 einnahmen, um den Homozystein-Spiegel zu senken. Die beiden Studien konnten nach drei Jahren Beobachtungszeit allerdings keinen Nutzen der Supplementierung belegen. Die Autoren verlängerten daraufhin die Beobachtungszeit um weitere drei Jahre mit der Fragestellung, ob Folsäure das Krebsrisiko beeinflusst. Für ihre aktuelle Studie haben die norwegischen Forscher die Daten von mehr als 6800 Patienten auswerten können.

Link zur Quelle: JAMA

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