Krebssterblichkeit gesunken

Europas Kampf gegen Krebs ist zunehmend erfolgreich. Die Krebssterblichkeit zwischen den Perioden 1990 – 1994 (A) und 2000 – 2004 (B) ist bei Männern um neun, bei Frauen um 8 Prozent gesunken. Nach einer Studie, die morgen in den „Annals of Oncology“ veröffentlicht wird, starben in der Periode A jährlich 185,2 von 100 000 Männern an Krebs, in der Periode B dagegen nur noch 168.  Bei den Frauen fiel diese Zahl von jährlich knapp 105 auf 97. Ausgewertet wurden die Daten von 34 EU-Ländern.

Nach Ansicht der Studienautoren sind diese geringen Sterberaten sehr stark eine Folge des verminderten Tabak-Konsums; immer weniger Männer seien an Lungenkrebs und anderen Tumoren gestorben, die durch das Rauchen gefördert würden. Auch die kontinuierliche Abnahme der Todesfälle bei Magenkrebs und kolorektalen Karzinomen habe zu der gesunkenen Gesamtsterblichkeit beigetragen. Gesunken sind nach Angaben der Autoren auch die Sterberaten an Zervix- und Mammakarzinomen, wobei die Erfolge beim Brustkrebs im Wesentlichen der verbesserten Therapie zuzuschreiben seien. Therapiefortschritte seien auch der Hauptgrund für die besseren Daten beim Hodenkrebs, Hodgin-Lymphom und bei den Leukämien. Die Daten der 34 EU-Länder seien allerdings recht unterschiedlich. In Ländern mit Zunahme des Alkohol- und Tabak-Konsums habe es mehr, nicht weniger Todesfälle an Lungenkrebs, oralen Karzinomen und Pharynx- sowie Speiseröhrenkrebes gegeben. Deutschland liegt mit seinen Zahlen übrigens im Mittelfeld. Die geringsten Sterberaten haben  bei den Männern Schweden, Finnland und die Schweiz, bei den Frauen Spanien, Griechenland und Portugal.

Link: Annals of Oncology

Siehe auch: Hippokranet

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6 Kommentare

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6 Antworten zu “Krebssterblichkeit gesunken

  1. Gut, dass die Medizin solche Fortschritte macht. Nicht vergessen darf man aber, dass lückenlose Vorsorgeuntersuchungen das beste Mittel sind um die Sterblichkeitsrate weiter zu drücken.

    • Vorsorgeuntersuchungen sind reiner Etikettenschwindel, weil da nix vor-gesorgt wird.
      Es wird nach- geguckt, ob man vielleicht schon erkrankt ist. Das ist keine Vorsorge!
      Vorsorge wäre vor-zusorgen, gar nicht erst an Krebs zu erkranken. Wie das geht, lernt man bei mir.
      Aber die Medizin macht das nicht. Ganz im Gegenteil! Sie fördert sogar die Krebserkrankung! Siehe
      http://payoli.wordpress.com/2010/02/24/diagnose-mord/

    • tommasinifire

      Die größten Erfolge bei der Senkung der Krebssterblichkeit sind auch auf eine verbessserte Vorsorge und bessere Screening-Methoden zurückzuführen.

      • Wie bitte!?
        ‚Senkung der Krebshäufigkeit‘!?
        Ich glaube Du träumst!
        Wir haben konstant steigende Krebsraten und die an Krebs erkrankenden Kinder werden immer jünger!

      • tommasinifire

        Krebshäufigkeit ist nicht Krebssterblichkeit

      • Das hab ich kommen sehen, dass Du jetzt zum Wortklauben beginnst! 😉
        Darfst es Dir aussuchen ob Du mit höherer Wahrscheinlichkeit Krebs kriegst oder daran früher stirbst!
        Ich hab bewusst Deine ‚Sterblichkeit‘ ignoriert, denn wer ein bisschen Einblick hat, weiß dass diese Angst vor neuen Metastasen abgewechselt von weiteren Chemos kein Leben mehr, sondern erbärmliches Vegetieren ist.

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