Häufig kardiale Komplikationen nach Krebstherapie

Junge Erwachsene, die in ihrer Kindheit Krebs hatten, sind infolge der Tumortherapie häufig herzkrank, haben US-Pädiater in einer Studie mit über 14 000 Patienten herausgefunden. Laut Dr. Daniel Mulrooney (Universität von Minnesota) treten die kardialen Komplikationen (etwa Herzinsuffizienz, Infarkt und Klappenfehler) im Zusammenhang mit  einer Anthracyclin- und Bestrahlungstherapie sogar bei geringeren Dosierungen auf als bislang bekannt.

Für ihre im „British Medical Journal“ veröffentlichte Studie haben die US-Pädiater Daten von 14 538 Patienten der „Childhood Cancer Survivor Study” ausgewertet und die Häufigkeit kardialer Komplikationen 5 oder mehr Jahre nach der Krebsdiagnose untersucht. Zum Zeitpunkt der Diagnose waren die Patienten unter 21 Jahre alt. Bei den Tumorerkrankungen handelte es sich um Leukämien, Lymphome, Hirntumore, neuroblastome, Nephroblastome sowie Weichteil- und Knochenmalignome. Die Daten der Krebspatienten wurden mit denen von knapp 3900 Zwillingsgeschwistern verglichen.

Nach Angaben von Mulrooney war die Rate kardialer Komplikationen zwar insgesamt sehr niedrig, aber bei den Krebspatienten deutlich höher als bei den Zwillingsgeschwistern. Am häufigsten war mit 1,7% im Vergleich zu 0,2% eine Herzinsuffizienz, gefolgt von Klappenschäden mit 1,6 % versus 0,5%, Perikarderkrankungen (1, 3% vs. 0,3%) und Myokardinfarkten (0,7% 0,2%). Die statistische Analyse ergab ein 4,8- bis 6,3-fach erhöhtes Risiko für kardiale Komplikationen.

Link: BMJ

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