Rückenschmerzen: TENS angeblich nutzlos

TENS ist bei Rückenschmerz-Patienten angeblich verlorene Zeit. Die transkutane Nervenstimulation hilft nicht, so die neuen Leitlinien der „American Academy of Neurology“. Patienten  mit diabetischer Polyneuropathie dagegen könnten von der stimulation profitieren, berichten Dr. Richard M. Dubinsky von der Universität von Kansas und Dr. Janis Miyasaki aus Toronto (Western Hospital) in „Neurology“.

Die beiden Wissenschaftler haben insgesamt 263 Studien zur TENS gefunden, von denen aber nur 5 nach ihrer Meinung für eine Auswertung brauchbar waren.

Die beiden besten Studien (randomisiert, doppelblind) ergaben keine Wirksamkeit der Stimulation bei chronisch Rückenkranken. Die drei weniger guten Studien hatten widersprüchliche Ergebnisse: in zwei Studien war das Verfahren leicht wirksam, in der dritten Studie dagegen ohne Nutzen. Besser waren laut Dubinsky und Miyasaki Studienergebnisse zur TENS bei diabetischen Neuropathie-Schmerzen.

TENS erfreue sich seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit, Wirksamkeitsbelege jedoch fehlten immer noch, sagte Dubinsky der Nachrichtenagentur „Reuters“. Es sei daher noch intensive Forschung erforderlich. Der Kieler Neurologe Dr. Andreas Binder sein Kollege Dr. Ralf Baron stimmen dem in einem begleitenden Editorial zwar zu, halten TENS jedoch für eine weiterhin wertvolle, nicht-medikamentöse und leicht anwendbare Therapieoption – trotz eher schwacher wissenschaftlicher Wirksamkeitsbelege.

LINKS:

Neurology

American Academy of Neurology

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