Antidepressiva: nur bei schweren Depressionen wirksam?

Patienten mit leichten oder mäßig ausgeprägten Depressionen profitieren angeblich nur wenig von den beiden Antidepressiva Paroxetin und Imipramin, meinen US-Forscher aufgrund den Ergebnissen einer Metaanalyse mit sechs Studien mit 718 Patienten. Die Patienten hätten von den Scheinpräparaten kaum weniger profitiert also von den beiden Antidepressiva, sagte Dr. Robert DeRubeis (University of Pennsylvania), der zusammen mit seinen Kollegen die Metaanalyse im aktuellen „JAMA” veröffentlicht hat.

Für ihre Analyse haben die Forscher einen Score verwendet, bei dem ab 24 Punkten eine schwere Depression besteht. Bei diesen Patienten mit mindestens 24 Score-Punkten bewirkte die antidepressive Therapie eine Reduktion um 13 Punkte, die Scheintherapie dagegen um nur 9 Punkte. Bei den Patienten jedoch, di maximal 23 Score-Punkte hatten, war der Unterschied minimal: In der Verum-Gruppe fiel die Punktzahl um 8, in der Placebo-Gruppe um 7 Punkte. Die Ergebnisse der Metaanalyse seien ein Grund, alternative Therapien, etwa Sport oder Psychotherapie, zu erwägen, meint DeRubeis.

Laut Sarah Alspach von GlaxoSmithKline ist in den Studien der Metaanalyse methodisch anders vorgegangen worden als in den Zulassungsstudien für Paroxetin. Die Ergebnisse seien daher nur schlecht miteinander zu vergleichen.

Link: JAMA

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