Kein Zusammenhang zwischen Autismus und MMR-Impfung

Zwischen Autismus und der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung) gibt es nach neuen Daten keinen Zusammenhang. Die Befürchtung, dass die Impfung Autismus verursachen könnte, ist vor rund zehn Jahren von dem britischen Mediziner Dr. Andrew Wakefield aufgrund einer kleinen Studie mit 12 Kindern geäußert worden. Viele internationale Studien haben seitdem keinen Zusammenhang belegen können. An der aktuellen Studie polnischer Wissenschaftler haben 96 zwei bis 15 Jahre alte autistische Kinder teilgenommen. Diese Kinder wurden mit 192 gesunden Kindern Alters verglichen. Manche Kinder waren gegen MMR geimpft worden, einige hatten nur die Masern-Impfung erhalten.

Nach Angaben der polnischen Wissenschaftler war bei Kindern mit der MMR-Impfung die Autismus-Häufigkeit geringer als bei den ungeimpften Kindern. Auch zwischen Autismus und der alleinigen Masern-Impfung wurde kein Zusammenhang festgestellt.

Von den 96 autistischen Kindern haben 8 Kinder weder die MMR- noch die alleinige Masern-Impfung erhalten. 41 Prozent sind gegen MMR und die Hälfte nur gegen Maser geimpft worden. Von den gesunden Kindern der Vergleichsgruppe sind 55% gegen MMR geimpft worden und 45% nur gegen Masern. Nur ein Kind hat weder die eine noch die andere Impfung erhalten. Die statistische Analyse ergab, dass gegen MMR geimpfte Kinder ein um mehr als 80% vermindertes Autismus-Risiko haben als ungeimpfte Kinder. Bei Kindern mit alleiniger Masern-Impfung ist das Risiko nach den Ergebnissen der polnischen Studie um 56% erniedrigt.

Warum bei den geimpften Kindern die Autismus-Rate niedriger war als bei den geimpften, ist unklar. Eine Erklärung könnte nach Ansicht der Studienautoren um Professor Dorota Mrozek-Budzyn könnte sein, dass bei Kindern, die bereits erste Autismus-Symptome zeigten, von den Eltern oder behandelnden Ärzten auf eine Impfung verzichtet wurde.

Link: Pediatric Infectious Disease Journal

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