Fördert Metformin Polyneuropathie?

Eine Langzeittherapie mit Metformin fördert möglicherweise die Polyneuropathie.

Mögliche Ursachen der peripheren Nervenschädigung durch das orale Antidiabetikum sind eine Malabsorption von Vitamin B12 sowie erhöhte Konzentrationen an Homocystein- und Methylmalonsäure (MMA), berichten Dr. Daryl Wile und Dr. Cory Toth (Universität von Calgary) in der Zeitschrift „Diabetes Care“.

Wile und Toth haben Langzeiteffekte von Metformin bei 59 Typ-2-Diabetikern mit Polyneuropathie untersucht, die das Antidiabetikum mindestens sechs Monate lang einnahmen. In eine Vergleichsgruppe wurden 63 Patienten ohne Metformin-Therapie aufgenommen.

Zur Beurteilung der Neuropathie verwendeten Wile und Toth zum einen Scores (Toronto Clinical Scoring System und Neuropathy Impairment Score) und elektrophysiologische Untersuchungen. Darüber hinaus bestimmten sie die Spiegel von Vitamin B12, Homocystein und MMA.

Nach Angaben der Autoren hatten die Diabetiker mit Metformin zum einen deutlich niedrigere Vitamin-B12-Werte (231 versus 486 pmol/l) sowie signifikant höhere Homocystein- sowie MMA-Werte (11,6 versus 8,4 µmol/l und 0,18 versus 0,11 µmol/l). Zum anderen hatten diese Patienten die deutliche schwerere Polyneuropathie.

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