Schlechte Compliance nach Schlaganfall

CT-scan of the brain with an infarct.
Schlaganfall. Image via Wikipedia

Nach einem Schlaganfall sinkt die Compliance der Patienten rasch ab: Bereits zwei Jahre nach dem zerebralen Infarkt nähmen bis zu 55 Prozent ihre Medikamente zur Sekundärprophylaxe nicht mehr ein, berichten schwedische Kollegen in „Stroke“ und bestätigen damit nicht allein frühere Studien, sondern vor allem die alltägliche Erfahrung in der Versorgung.

Dr. Eva-Lotta Glader (Umeå University Hospital) und ihre Mitarbeiter haben Registerdaten von 21 077 Schlaganfall-Patienten ausgewertet. Laut Glader nahmen von 15 809 Patienten mit antihypertensiver Therapie nach zwei Jahren nur noch 74% ihre Blutdruckmedikamente. Bei den Plättchenhemmern betrug diese Rate sogar nur knapp 64%. Noch schlechter war die Compliance bei den Statinen mit 56% und bei Warfarin mit 45%. Auffallend war auch, dass die Warfarin-Compliance bei Patienten, die in Heimen lebten, sehr viel schlechter war als die Therapietreue zu den Antihypertensiva, Plättchenhemmern und Statinen. Einen positiven Einfluss auf die Therapietreue hatten unter anderen Faktoren weibliches Geschlecht, familiäre Betreuung und eine primäre Behandlung in einer Stroke-Unit.

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