Lupus-Patienten: Malaria-Medikamente als „Lebensretter“

Sollten alle Lupus-Patienten Malaria-Medikamente erhalten? Neue Studiendaten sprächen dafür, meinen argentinische Wissenschaftler um Dr. Bernardo A. Pons-Estel in „Arthritis and Rheumatism“. Die Begründung: Die Malaria-Präparate mindern die Sterblichkeit der SLE-Patienten.

Schon vor einigen Jahrzehnten haben Wissenschaftler berichtet, dass Malaria-Medikamente wie Chloroquin eine Therapieoption gegen die bei der Autoimmunkrankheit häufigen Gelenkschmerzen seien. Seitdem ist immer wieder über einen möglichen Nutzen von Malaria-Präparaten gegen sogar eine Vielzahl von Lupus-Symptomen diskutiert worden.

Pons-Estel und seine Kollegen haben nun für eine nicht verblindete Studie 1480 Lupus-Kranke aus 9 Ländern über fast 5 Jahre beobachtet. 1141 (77 Prozent) der Patienten nahmen Malaria-Medikamente ein. Im Beobachtungszeitraum starben 11,5 Prozent der Patienten, die keine Malaria-Medikamente einnahmen. In der Gruppe der Lupus-Kranken mit Malaria-Therapie waren es dagegen nur 4,4 Prozent. Am größten war laut Pons-Estel die Differenz der Sterberaten, wenn der Vergleich auf Lupus-Kranke mit mehr als zweijähriger Malaria-Therapie eingeschränkt wurde. Eine statistische Analyse habe ergeben, dass die Malaria-Medikation das Sterberisiko innerhalb eines Zeitraums von rund 4,5 Jahren um 38 Prozent senkt.

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