Stammzellen bei Leukämie: Blut oder Knochenmark?

Leukämie-Patienten haben nach Transplantation von Blut-Stammzellen keine schlechtere Prognose als nach einer Knochenmarktransplantation. Dies gelte aber nicht bei akuten Leukämien, berichten Wissenschaftler der Charité heute online vorab in „Lancet Oncology“.

Dr. Birte Friedrichs und ihre Kollegen haben Daten von 329 Patienten aus 42 spezialisierten Zentren ausgewertet. 166 Leukämiekranke hatten Knochenmark erhalten, 163 Stammzellen aus dem Blut.

Laut Friedrichs betrug die Zehnjahres-Überlebensrate nach Knochenmarktransplantation knapp 57 Prozent und nach Verpflanzung der Blut-Stammzellen 49 Prozent. Die Differenz war statistisch nicht signifikant.

Während es bei der CML keine signifikant unterschiedlichen Überlebensraten gab, war die Prognose bei den akuten Leukämien stark abhängig von der Therapie: Hier war die aufwendige Knochenmarktransplantation überlegen: Bei ALL betrug die leukämiefreie Überlebensrate 28 versus 13 Prozent, bei der AML 62 Prozent im Vergleich zu 47 Prozent.

Nach Transplantation von Blut-Stammzellen kam es häufiger zu einer Abstoßungsreaktion (73% versus 56%). Außerdem war eine immunsuppressive Therapie häufiger notwendig (26 versus 12%).

Link: Hippokranet

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