PC-Antikörper: Auf dem Weg zu einem Impfstoff gegen Schlaganfall?


Dass an der Atherosklerose entzündliche Prozesse beteiligt sind, ist bekannt. Vielleicht ist die arterielle Gefäßkrankheit  auch Folge einer Immunstörung. Und vielleicht gibt es irgendwann eine Impfung dagegen. Forscher des Karolinska Instituts haben nun in einer klinischen Studie festgestellt, dass Schlaganfälle bei Menschen mit einem Mangel an bestimmten Antikörpern (PC-Antikörper) gehäuft vorkommen.
Die Forscher um Professor Johan Frostegård haben bereits in einer früheren Untersuchung einen Zusammenhang zwischen PC-Antikörpern und Atherosklerose nachgewiesen. Sie nehmen an, dass diese Antikörper mit der Substanz Phosphorylcholin (PC) reagieren. PC ist Bestandteil der Phospholipide, die an der Plaque-Bildung beteiligt sind.

Für  die aktuelle Studie hat der Doktorant Roland Fiskes bei 227 Schlaganfall-Patienten und 445 Personen einer Kontrollgruppe  die PC-Antikörper untersucht. Statistische Analysen ergaben, dass niedrige Werte (weniger als 30% des Durchschnitts) mit einer erhöhten Schlaganfall-Gefahr einhergehen, bei Frauen sogar mit einem um den Faktor drei vermehrten Risiko. Die Studienergebnisse sind in „Stroke“ publiziert worden.

Die schwedischen Wissenschaftler vermuten  dass niedrige Werte der PC-Antikörper zur Entwicklung einer Atherosklerose beitragen. PC-Antkörper könnten daher ein neuer Risikomarker sein Die Forscher wollen nun immunologische Therapien entwickeln, etwa einen Impfstoff oder injizierbare Antikörper.

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