Kardiologenkongress: Sinkende Aktienkurse schlecht fürs Herz

Crowd gathering on Wall Street after the 1929 ...
Wall Street 1928: Image via Wikipedia

Wer keine Aktien besitzt oder eh kein Geld, mit dem er spekulieren kann, sei getröstet: Finanzkrisen fördern Herzkrisen, meldet Dr. Mona Fiuzat bei der 59. Jahrestagung der US-Kardiologen in Atlanta die gerade eröffnet worden ist.

Das ist nicht unbedingt überraschend; es ist seit langem bekannt, dass Stress und psychische Traumen, etwa im Zusammenhang mit dem „11. September“ und „Katrina“, mit mehr kardiovaskulären Ereignissen einschließlich Infarkten einhergehen. Weniger gut untersucht sei der Einfluss ökonomischer Krisen auf Herz und Gefäße, so Fiuzat (Duke University Medical Center, Durham) in Atlanta.

Sie und ihre Kollegen haben daher Registerdaten von Patienten ausgewertet, die zwischen Januar 2006 und Juli 2009 in Katheterlabor der Duke-Universität) kamen. Kriterium für die Aufnahme in die Studie war ein kardiales Ereignis innerhalb von drei Tagen vor der Katheteruntersuchung. Laut Fiuzat zeigte sich, dass immer dann, wenn die Kurse fielen, mehr Patienten mit Herzproblemen kamen  – und umgekehrt. Die Aussagekraft der Studie ist methodisch natürlich eingeschränkt. Sie sei aber dennoch ein erneuter wichtiger Hinweis auf die Bedeutung von Stress und psychischen Traumen für die Gesundheit,  hieß es in Atlanta.

Was lernen wir aus der netten kleinen Studie?  Nichts, was man nicht schon seit über 2000 Jahren weiß (Cicero, Marc Aurel…..).  Aber es ist doch einfach nettt zu lesen,  dass es den gierigen Spekulanten vielleicht  mal nicht nur ans Leder, sondern auch ans Herz geht.

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