Gutmensch Sawicki – das Opfer der Bösen

Nachdem der IQWiG-Noch-Chef Peter Sawicki keine Vertragsverlängerung erhalten hat – angeblich wegen seiner Spesenabrechnungen -, wird er erwartungsgemäß nun zum Opfer der Machenschaften vor allem der FDP und letztendlich der Pharmaindustrie stilisiert. Und selbstverständlich wird, etwa im „Spiegel“, mal wieder das ebenso langweilige wie falsche Liedchen des Unbestechlichen und Unabhängigen angestimmt. Obgleich nur noch sehr naive Zeitgenossen an so viel Gutmenschentum glauben können. Sawicki war kaum weniger abhängig als viele der von ihm kritisierten professoralen Kollegen – vielleicht nicht abhängig von der ach so bösen Pharmaindustrie, aber sicher gesteuert von Eitelkeit, Selbstherrlichkeit und von – nennen wir es mal ideologischer Verbohrtheit. Dass er vielleicht auch sachliche Fehler gemacht haben könnte, was in der Tat der Fall war, das wird leider kaum diskutiert. Das Dumme ist, dass man durch die Art und Weise, wie man Sawicki abserviert hat, der Opfer – bzw- Märtyrer-Legende den Weg bereitet hat. Das Ergebnis sind nun Geschichten wie die im „Spiegel“, sehr lesenswert und informativ, aber eben doch nicht frei von einem Geschmäckle, nämlich dem, dass der Betroffene selbst hier der Hauptinformant des Autors war.

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