Prostatakrebs: Stalevo in Verdacht

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) prüft die Daten einer klinischen Studien zu dem Antiparkinson-Medikament Stalevo (Entacapon, Carbidopa und Levodopa). Grund ist die Befürchtung, dass das Kombipräparat vom finnischen Novartis-Partner Orion

http://www.stalevo.de/stalevo/index.cfm

das Risiko für Prostatakrebs erhöht.

Geprüft werden laut einer FDA-Mitteilung von heute die Daten der STRIDE-PDStudie, in der untersucht wurde, wie lange es dauert, bis unter Therapie mit Stalevo im Vergleich zu Carbidopa plus Levodopa Dyskinesien auftreten. Ein unerwartetes Ergebnis der Studie war eine vergleichsweise erhöhte Rate an Prostata-Karzinomen unter Stalevo. In früheren kontrollierten Studien mit kürzerer Therapiedauer war dagegen keine erhöhte Krebsrate aufgefallen. Außerdem haben an der STRIDE-PD-Studie überwiegend Männer eines Alters teilgenommen, in dem Prostata-Karzinome in der Regel auftreten. Parkinson-Patienten mit dem von Orion entwickelten Stalevo sollten ihre Medikation auf keinen Fall ohne Rücksprache mit ihrem Arzt absetzen, warnt die FDA.

Die STRIDE-PD-Studie war eine kontrollierte Multizenterstudie mit insgesamt 745 Parkinson-Patienten. 541 Parkinson-Kranke beendeten die vierjährige Studie (2004 bis 2008). 265 Patienten waren mit Stalevo behandelt worden, 276 mit Carbidopa/Levodopa. Die Prostata-Ca-Rate betrug in der Stalevo-Gruppe 3,7 Prozent, in der Vergleichs-Gruppe dagegen nur 0,9 Prozent.

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