Neues zu Avandia: GlaxoSmithKline, Nissen und das „European Heart Journal“

Das britische Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) arbeitet im Zusammenhang mit seinem Antidiabetikum Avandia wirklich hart an seinem Image. In einem Schreiben an die Herausgeber des „European Heart Journals“ hat GSK-Manager Moncef Slaoui (Chairman R&D) gefordert, ein Editorial (online im Februar publiziert) des Avandia-Kritikers Steven Nissen zurückzuziehen. Begründung im Wesentlichen: Es sei unwissenschaftlich und inhaltlich falsch. Die Herausgeber um den Schweizer Kardiologen Professor Thomas Lüscher haben diese Forderung jedoch abgelehnt und dem Unternehmen aber angeboten, das Editorial von Nissen zu kommentieren. Und jetzt stehen in dem Journal zusätzlich zu dem Editorial eine Stellungnahme von GSK und natürlich eine Stellungnahme des renommierten Kardiologen aus Cleveland zu der Stellungnahme von GSK. Den gesamten Vorgang wiederum einschließlich des Grundproblems schildern die Herausgeber in einem zweiten Editorial.

Und natürlich wirft Nissen dem Unternehmen vor,  für GSK unliebsame, für die Öffentlichkeit aber wichtige Informationen unterdrücken zu wollen und so auch die Freiheit der Wissenschaften zu bedrohen.

Wer Kritikern der Arzneimittelindustrie Argumente liefern will, muss es so tun, wie es GSK tut. Das Unternehmen leistet sich und der pharmazeutischen Industrie einen Bärendienst nach dem anderen. Es geht offensichtlich doch immer noch dümmer.

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