Häufig schwere Depressionen nach Schädel-Hirn-Trauma

Nach einem Schädel-Hirn-Trauma leiden angeblich viele Betroffene an schweren Depressionen. Nicht einmal die Hälfte von ihnen erhalte Antidepressiva, melden US-Kollegen im aktuellen „JAMA“.

Die Ärzte um den Rehabilitationsmediziner Dr. Charles H. Bombardier (Seattle) hatten 559 Patienten, überwiegend Männer, mit einem Schädel-Hirn-Trauma über 12 Monate beobachtet. Häufigste Trauma-Ursache waren Verkehrsunfälle. Bei 49 Prozent wurde die Erst-Diagnose einer schweren Depression nach SHT  gestellt. Viele Studienteilnehmer hatten allerdings Begleitbefunde, die gehäuft mit Depressionen assoziiert sind, etwa Alkoholmissbrauch. Häufig hatten die Patienten zusätzlich eine Angststörung. Da die Daten in der Studie unvollständig seien, vermuten die Autoren allerdings, dass der Anteil an schwer Depressiven in der aktuellen Untersuchung recht „konservativ“ sei. Von den Patienten mit nachgewiesener Depression erhielten nur 44 Prozent Antidepressiva.

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