Ginkgo: möglicherweise doch mehr als ein Placebo

Der Spezialextrakt EGb 761 (Ginkgo biloba, in Deutschland Tebonin) verhindert möglicherweise doch bei alten Menschen die Entwicklung zu einer Alzheimer-Demenz. Dieses Ergebnis der kontrollierten europäischen Studie Guidage hat heute das biopharmazeutische Unternehmen Ipsen bekanntgegeben.
An der fünfjährigen Studie unter Leitung von Professor Bruno Vellas (INSERM) nahmen insgesamt 2854 mindestens 70 Jahre alte Menschen teil, die über Gedächtnisprobleme klagte. Sie erhielten entweder 240 Milligramm Ginkgo oder ein Placebo.
Während der fünf Jahre entwickelten 134 Probanden eine Alzheimer-Demenz. In der Verum-Gruppe waren es 61 Studienteilnehmer (4,3 Prozent), in der Placebo-Gruppe 73 (5,2 Prozent. Diese Differenz beim globalen primären Endpunkt war statistisch allerdings nicht signifikant.
Klar signifikant war allerdings die Differenz dann, wenn – wie in der Studienplanung vorgesehen – nur die Ginkgo-Patienten berücksichtigt wurden, die das Phytopharmakon mindestens vier Jahre eingenommen hatten. Bei 15 von 947 (1,6 Prozent) kam es zu einer Alzheimer-Demenz, in der Placebo-Gruppe dagegen bei 29 von 966 Probanden – also bei 3,0 Prozent. Signifikant war die Differenz außerdem bei den Männern – und zwar mit 2, 9 Prozent (14/480) versus 7,0 Prozent (32/460).

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