Von der Tröte, den Kassenbons und anderen Gefahren für Leib und Leben

Man blowing a vuvuzela, Cape Town, South Africa
Vuvuzela-Bäser. Image via Wikipedia

Mitten im Leben sind wir wahrlich von einer unermesslich großen Zahl von Gefahren umgeben, die unser Leben und unsere Gesundheit bedrohen. Jetzt haben wir gerade erst die gefährliche Schweinegrippe überstanden, sogar all die intensiven Bemühungen, uns mittels Impfstoffs davor zu schützen, da drohen schon wieder neue Risiken für Leib und Leben.
Zum Beispiel in gewöhnlichen Kassenzettel. Die sollen, man glaubt es kaum, Bisphenol A enthalten, was ja ein Gift ist und wie ein Hormon wirkt. Sage und Schreibe bis zu 1, 5 Prozent (15/1000) BPA sollen Untersucher im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks in Kassenbons von Aldi, Edeka, Lidl, Real und Kaiser’s Tengelmann gefunden haben. Da besteht eindeutig Handlungsbedarf! Denn: Laut Jochen Flasbarth vom Umweltbundesamt ist BPA angeblich zwar „weniger potent“ wie Östrogen. Aber bei Männern aus Betrieben, in denen BPA verarbeitet werde, seien vermehrt Libido- und Erektionsstörungen diagnostiziert worden. Und als wäre dies nicht schon schlimm genug, habe BPA auch noch irgendetwas mit dem Körpergewicht zu tun. Der Neurobiologe Frederick vom Saal habe angeblich ermittelt,, dass Frauen mit hohem BPA-Gehalt im Blut dicker seien als die weniger fülligen Damen. Andere Studien hätten Hinweise darauf geliefert, dass die Substanz Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes auslösen könnte. Das muss man sich mal vorstellen: Da geht man regelmäßig, um der guten Partnerschaft wegen, einkaufen und dies natürlich, weil man ja den Gürtel enger schnallen muss, bei Lidl und Co. Und schon droht die Impotenz. Skandal!
Gemessen an einer anderen, sehr aktuellen Bedrohung, sind die 1,5 Prozent BPA in den Kassenbons und die drohende Potenzschwäche und wachsende Leibesfülle aber vielleicht nur Peanuts. Die Rede ist von der Tröte, der Vuvuzela. Mit der blasen die Tröter „wahre Massen an Keimen und Bakterien“ in die WM-Luft hinaus, hieß es kürzlich. Das habe eine Ruth McNerney von der „London School of Hygiene“ streng wissenschaftlich bei immerhin acht freiwilligen Trötern herausgefunden. Die Tröte, so die Wissenschaftlerin, könne „Erkältungskrankheiten und die Grippe sehr schnell verbreiten.“ Kaum zu glauben!
Ein einziger Fanfarenstoß aus der Tröte pustet aber nicht nur gefährliche Keime in die Welt. Er könne sogar ausreichen, um das Gehör dauerhaft zu schädigen, warnt laut Medienberichten der Aalener Hörakustik-Professor Eckhard Hoffmann, der eine menschengroße Plastik-Puppe beschallt und dabei im Puppen-Gehörgang bis zu 160 Dezibel gemessen hat.  Klar, dass bei einem solchen Krach Hörschäden drohen, etwa Tinnitus. Und das „ist der Vuvuzela-Spaß nicht wert“, sagt der Hörakustiker. Womit er recht hat, der Professor!
Auch hier besteht also unstreitig Handlungsbedarf! Denn eine solche Bedrohung durch rücksichtloses Blasen in die Vuvuzela kann man den Menschen in Südafrika nun wirklich nicht zumuten.

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