Avandia-Beratung: US-Ministerium soll Interessenskonflikt prüfen

In der Sache “Avandia” hat die FDA das US-Gesundheitsministerium gebeten, zu klären, ob einer der beratenden Sachverständigen, der Diabetologe David Capuzzi, einen Interessenskonflikt hatte.
Zwei Mitglieder des FDA-Avandia-Gemiums, darunter Capuzzi, hatten laut Medien-Berichten Vortragshonorare von der pharmazeutischen Industrie erhalten – Capuzzi vom Avandia-Hersteller GlaxoSmithKline, der andere, Dr. Abraham Thomas,  vom Konkurrenten Takeda.
Capuzzi (“Lankenau Institute for Medical Research”, Philadelphia) soll laut „Pharmalot“ in den vergangenen Jahren über 14 000 US-Dollar für Vorträge über ein Omega-3-Fischöl-Präparat von GSK bekommen haben. Und Thomas (Henry Ford Hospital in Detroit) hatte laut “Wall Street Journal” im September 2007 und 2008 Vorträge über Pioglitazon (Actos) gehalten, für die er, so Thomas, von Takeda mit 2000 und 3000 US-Dollar honoriert worden sei. Capuzzi gehörte bei den Beratungen zum Schicksal von Avandia zu den drei Gremiums-Mitgliedern, die dafür stimmten, das Antidiabetikum ohne weitere Auflagen auf dem Markt zu lassen. Thomas wiederum war einer der zwölf Mitglieder gewesen, die für eine Marktrücknahme des Konkurrenzpräparates von Takeda plädierten.

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