Guter Beitrag zur Homöopathie: „Globuli für den Volkskörper“

Vor wenigen Wochen, mitten im Sommerloch, hat ja Karl Lauterbach gefordert, den Gesetzlichen Krankenkassen die Bezahlung der Homöopathie zu untersagen, was erwartungsgemäß bei den Freunden der Homöopathie , den Herstellern und einigen Medien auf wenig Gegenliebe gestoßen ist. Vor diesem Hintergrund ist nun in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ ein für historisch Interessierte bemerkenswerter Beitrag erschienen, der sich mit der Rolle der Homöopathie während der Nazi-Zeit befasst. „Unter dem Nazi- Regime blühte die Homöopathie kräftig auf. Doch trotz höchster Protegierung löste sie ihre Versprechen nicht ein“, schreibt der Autor Hanno Charisius in der Sonntagszeitung.

Auf Befehl der SS mussten laut Charisius in Dachau die Gefangenen anbauen, was die Selbstheilungskräfte der Deutschen stärken sollte. Gesundheitspolitisches Ziel der Nazis sei eine „neue deutsche Heilkunde“ gewesen. Die Homöopathie sei sogar unter das Primat der „Kriegswichtigkeit“ geraten: „Sie sollte nicht nur die Soldaten kampffest machen, sondern das gesamte Volk.“ Umgekehrt hätten auch viele Homöopathen Sympathie für die Ideen der Nationalsozialisten aufgebracht.

Besonders erfolgreich war die Homöopathie aber laut Charisius nicht. Wegen zahlreicher Misserfolge bzw. „nachweislich fehlender Heilerfolge“ habe die Nazi-Führung nicht anders können, als sie fallenzulassen.

Hier der Link zu dem lesenswerten Beitrag: „Globuli für den Volkskörper“


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