Fatique-Syndrom doch eine virale Erkrankung?

Spielt beim chronischen Ermüdungssyndrom (CFS, chronic fatique syndrome) doch ein Virus wie das viel diskutierte XMR-Virus eine Rolle? Forscher der FDA, der „National Institutes of Health” und der Harvard-Universität haben im Blut von CFS-Patienten immerhin Gen-Sequenzen des ML-Virus (murine leukemia) gefunden. Das XMR-Virus ist eine genetische Variante des ML-Virus. Der Befund ist allerdings kein Beweis dafür, dass XMRV oder andere ML-Viren das Ermüdungssyndrom verursachen oder an der Pathogenese beteiligt sind. Er stützt aber das Ergebnis jener Science-Publikation vom Oktober 2009, die die Diskussion über einen möglichen Zusammenhang des Syndroms mit dem Virus in Gang gebracht hat. Einige andere Studien haben dagegen keine Belege für diese Hypothese geliefert.

Die aktuelle Arbeit des Teams um Dr.  Shyh-Ching Lo ist heute in den “Proceedings of the National Academy of Sciences” erschienen. Nach Angaben der Wissenschaftler wurden die Gen-Sequenzen des Retrovirus bei 32 von 37 CFS-Patienten (87 Prozent) und bei drei von 44 gesunden Personen (sieben Prozent) gefunden. Die endgültige Klärung des Verdachts sei nicht allein für die Entwicklung von Therapien relevant, sondern auch für das gesamte Blutspende-System, betonen die Autoren.

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