Vorhofflimmern: Faktor Xa-Hemmer Apixaban schlägt ASS

Der neue Gerinnungshemmer Apixaban hat sich im Vergleich mit ASS bei Patienten mit Vorhofflimmern als klar überlegen erwiesen: Komplikationen der Herzrhythmusstörung wie Schlaganfällen und systemische Embolien wird durch den Faktor-Xa-Hemmer deutlich besser vorgebeugt.

 

Dies ist in Kürze das Hauptergebnis der so genannten AVERROES-Studie mit 5600 durchschnittlich 70 Jahre alte Patienten, die nicht mit Warfarin behandelt werden  konnten und daher entweder Apixaban oder ASS erhielten. Die Studie, die aufgrund der klaren Überlegenheit des neuen Gerinnungshemmers (Pfizer, BMS) vorzeitig beendet wurde, ist heute in Stockholm auf dem europäischen Kardiologen-Kongress vorgestellt worden.

Laut Professor Stuart Connolly (Hamilton in Ontario) betrug die Häufigkeit des primären Endpunktes aus Schlaganfällen oder systemischen Embolien unter Apixaban 1,7 Prozent pro Jahr, unter ASS 3,6 Prozent. Dies entspricht einer mehr als 50prozentigen Reduktion. Die überlegene Wirksamkeit wurde nicht durch eine höhere Rate an schweren Blutungen bezahlt: Sie betrug unter ASS 1,4 und unter Apixaban 1,2 Prozent pro Jahr. Hämorrhagische  Schlaganfälle waren in beiden Therapiegruppen mit 0,2 Prozent pro Jahr gleich häufig.

Nach Angaben von Connolly werden bei einer einjährigen Behandlung von 1000 Patienten mit dem Faktor Xa-Hemmer statt mit ASS 18 weitere Schlaganfälle verhindert, zehn Todesfälle und 31 kardiovaskulär bedingte Klinik-Aufnahmen. Der Preis dafür seien zwei schwerwiegende zusätzliche Blutungen.

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