Migräne: Keine Prophylaxe durch Schlafhormon

Melatonin eignet sich wohl nicht zur Prävention von Migräne-Attacken. In einer kontrollierten Studie habe eine Retard-Formulierung die Frequenz der Attacken nicht besser als Placebo gesenkt, berichten norwegische Kollegen in „Neurology“.

An der Studie von Dr. Karl B. Alstadhaug und seinen Mitarbeitern aus Bodø und Tromsø nahmen 48 Migräne-Patienten in einem Alter von  18 bis 65 Jahre teil. Sie stammen aus zwei Kliniken und hatten monatlich zwei bis sieben Migräne-Attacken. in die kontrollierte Studie auf.  Sie erhielten für acht Wochen entweder ein Placebo oder zwei Milligramm retardiertes Melatonin täglich. Nach einer sechswöchigen Auswaschphase erhielten die Patienten der primären Verum-Gruppe das Placebo, die Migräne-Kranken der Placebo-Gruppe das Verum-Präparat. Primärer Endpunkt war die Frequenz der Migräne-Attacken. 46 Patienten beendeten die Studie. Nach Angaben der Autoren sank die Attacken-Frequenz in der Verum-Gruppe zwar von im Mittel 4,2 im Monat auf 2,8. Dieser Effekt war aber nicht signifikant größer als in der Placebo-Gruppe. Auch beim sekundären Endpunkt, der Lebensqualität, gab es keine Unterschiede.

Die Studie wurde durchgeführt, weil vor sechs Jahren in einer kleinen offenen Untersuchung Hinweise auf einen möglicherweise vorbeugenden Effekt von Melatonin gefunden wurden. Die aktuelle Studie wurde von dem norwegischen Unternehmen Nycomed Pharma finanziert, das auch das Verum- und das Placebo-Präparat lieferte.

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