Sport kein Antidepressivum

Depressiven Patienten wird gerne Sport empfohlen. Aber Autoren einer Metaanalyse kommen nun zu der Schlussfolgerung, dass der langfristige Effekt nur sehr gering ist. So lange die Patienten Sport trieben, scheine sich die Depression zwar schwächer zu werden. Aber schon Monate nach Beendigung des Sportprogramms sei es den Patienten wieder so schlecht wie zuvor gegangen, berichten die dänischen Autoren im „Journal of Clinical Psychiatry“.

Das Ergebnis der Metaanalyse habe ihn überrascht, sagte Studienleiter Dr. Jesper Krogh von der Universität Bispebjerg. Es bedeute aber selbstverständlich nicht, dass depressive Patienten nicht von Bewegung oder Sport profitierten. Aufgrund des bei Depressionen erhöhten Risikos für Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes sei Sport sogar überaus sinnvoll.

Für die Publikation haben Krogh und seine Kollegen 13 kontrollierte Studien mit fast 700 Patienten ausgewertet. In fünf Studien wurden die Patienten nach Ende des Sport-Programms noch sechs bis 26 Monate weiter beobachtet. Laut Krogh konnte kein langanhaltender Nutzen des Sports belegt werden. „Wäre Sport ein Medikament, würde es die FDA meiner Meinung nach nicht zulassen“, meinte Krogh.

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