Thrombose-Prophylaxe: Apixaban schlägt Enoxaparin

Apixaban, ein oraler Faktor Xa-Hemmer, hat sich in der Thromboembolie-Prophylaxe nach Hüftprothese-Op dem Standardpräparat Enoxaparin als überlegen erwiesen. Der neue Gerinnungshemmer (BMS/ Pfizer) ging nicht mit einer vermehrten Rate schwerer Blutungen einher. Ergeben hat dies die Phase-3-Studie “ADVANCE-3”  mit 5407 im Mittel 60-jährigen Patienten, die entweder Apixaban (2x 2,5 mg täglich) oder Enoxaparin (40 mg subkutan, 1x täglich) erhielten.  In beiden Vergleichsgruppen betrug der Anteil an Frauen rund 52 Prozent. Die Studie ist heute im „New England Journal of Medicine“ erschienen.

Ergebnisse: Die Rate tiefer Beinvenenthrombosen, nicht-tödlicher Lungenembolien oder Tod betrug in der Apixaban-Gruppe (n = 1949)  1,4 Prozent, unter Enoxaparin (n = 1917) 3,9 Prozent, was einer relative Risikoreduktion von 64 Prozent entspricht. Die Rate schwerer und klinisch relevanter Blutungen betrug unter dem neuen Gerinnungshemmer 4,8 und unter Enoxaparin exakt 5 Prozent.

In einem Kommentar betont Dr. Elaine M. Hylek (Boston), dass die oralen Faktor Xa-Hemmer zwar ein großer Fortschritt in der Prävention und Therapie thromboembolischer Erkrankungen seien. Die in klinischen Studien erhaltenen Daten sollten aber nicht überschätzt werden. Wie gut die neuen Präparate wirklich seien, werde sich erst im Versorgungsalltag zeigen. Und da sei er sehr ratsam, die Therapie genau zu verfolgen, vor allem bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

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