Stammzell-Studie bei Makuladegeneration genehmigt

Die FDA hat erneut eine Studie zur  Therapie mit embryonalen Stammzellen zugelassen. Erteilt wurde die Genehmigung dem Unternehmen „Advanced Cell Technology” (ACT) für eine Studie bei Patienten mit adulter Makuladegeneration. Nach Angaben des Unternehmens werden für die Behandlung Pigmentepithelzellen der Netzhaut verwendet, die aus embryonalen Stammzellen gewonnen werden.

Bereits im November erhielt ACT die Genehmigung zur Stammzellen-Therapie bei Patienten mit juveniler Makuladegeneration („Stargardt’s Macular Dystrophy). Und einen Monat zuvor nahm das Unternehmen Geron den ersten Patienten in eine Studie zur Behandlung einer Querschnittslähmung mit embryonalen Stammzellen auf.

US-Kollegen haben bereits damit begonnen, den ersten Patienten einer Phase-1-Studie mit humanen embryonalen Stammzellen zu behandeln. Details der Studie mit dem Präparat des Unternehmens Geron gelten allerdings als vertraulich. Behandelt wird der Patient, der ein spinales Trauma erlitten hat, im „Shepherd Center”, einem Rehabilitations- und Forschungszentrum in Atlanta.

Bei der Studie des Biotech-Unternehmens Geron handelt es sich ebenfalls um eine Phase-1-Studie, an der acht bis zehn Patienten mit frischer traumatischer Querschnittlähmung teilnehmen sollen.  Die Studie wird am „Shepherd Center”, einem Rehabilitations- und Forschungszentrum, in Atlanta durchgeführt. Geron erhielt die Genehmigung Anfang August des vergangenen Jahres. Eine tierexperimentelle Studie mit dem Präparat GRNOPC1 hatte das Unternehmen 2009 allerdings nach sieben Monaten gestoppt. Der Grund: Bei einigen Tieren hatten sich vermehrt intraspinale Zysten entwickelt.

Bei Tieren untersucht Geron derzeit, ob GRNOPC1 auch bei anderen neurologischen Erkrankungen, etwa Morbus Alzheimer und Multiple Sklerose, eine Option werden könnte. Das US-Unternehmen entwickelt nach eigenen Angaben auch onkologische Präparate einschließlich eines Tumor-Impfstoffs.

Auch in Europa läuft seit einigen Monaten eine klinische Phase-1-Studie (PRISCES) mit Stammzellen, allerdings nicht mit embryonalen, sondern mit fetalen. Ein erster Patient, ein über 60-jähriger Mann mit Schlaganfall, wurde Mitte November 2010 behandelt. Nach Angaben von Studienleiter Professor Keith Muir verlief  die Operation gut. Insgesamt wurden zwei Millionen Zellen in das der Schlaganfall-Region benachbarte gesunde Putamen injiziert. Die Forscher hoffen, dass die Stammzellen das Wachstum von Neuronen und Blutgefäßen stimulieren. Insgesamt wollen die Wissenschaftler 12 Patienten behandeln, deren Schlaganfall sechs bis 12 Monate zurückliegt. Die Beobachtungszeit nach der Operation, die in Narkose stattfindet, beträgt zwei Jahre. Die Studie der Forscher der Universität Glasgow läuft in Zusammenarbeit mit dem  US-Unternehmen ReNeuron.

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