Alzheimer-Diagnose: Antikörper-Test weckt Hoffnungen

Ein Bluttest auf Antikörper ermöglicht vielleicht einmal eine Alzheimer-Frühdiagnose und so auch eine frühe Behandlung. Doch der Weg bis dahin ist nicht nur steinig, sondern auch noch sehr weit:  Es seien  unter anderem noch viele Untersuchungen mit mehr Blutproben erforderlich, betont Professor Thomas Kodadek vom „Scripps Research Institute“ in Jupiter, der mit seinen Kollegen den Antikörper-Test erforscht. Daten zu ihrem Test haben sie jetzt in der Zeitschrift „Cell“ publiziert.

Laut Kodadek kann der Test Gesunde und Personen, die vielleicht Alzheimer haben, mit 95-prozentiger Genauigkeit unterscheiden. In Untersuchungen mit über 300 Personen habe die Treffsicherheit sogar 98 Prozent betragen. Diese Daten sind jedoch nicht publiziert. Veröffentlich sind bislang nur Daten von wenigen Patienten.

Die Befunde von Kodadek und seinen Kollegen seien viel versprechend, sagen der schwedische Demenz-Forscher  Professor Kaj Blennow (Mölndal) und auch andere Wissenschaftler. Die Ergebnisse müssten allerdings noch durch Tests bei mehr Patienten bestätigt werden, und zwar auch bei Menschen mit Alzheimer-Frühstadien und anderen Demenz-Erkrankungen. Es sei zudem ungeklärt, ob Alzheimer-Patienten überhaupt Antikörper produzierten, die spezifisch für ihre Demenz seien, so Professor Tony Wyss-Coray („Stanford University“, Kalifornien), der zusammen mit seinem Team ebenfalls nach Biomarkern für Demenz-Erkrankungen sucht.

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