Tschernobyl: Erhöhte Schilddrüsen-Ca-Rate noch nicht gesunken

Rund 25 Jahre nach Tschernobyl erkranken noch immer Menschen, die in der Region um das Atomkraftwerk gelebt haben, vermehrt an Schilddrüsenkrebs. Die berichtet heute ein internationales Team von Forschern, die unter Leitung des „National Cancer Institute” in den USA den Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber radioaktiver Strahlung und der Erkrankungsrate an Schilddrüsenkrebs untersuchen. Die ersten Ergebnisse sind heute in der Zeitschrift „Environmental Health Perspectives“ erschienen.

Ausgewertet wurden Daten von 12 500 Menschen, die zum Zeitpunkt der Katastrophe unter 18 Jahre alt waren und in der Nähe des Atomkraftwerkes lebten. Die Berechnungen zur Aufnahme radioaktiven Jods beruhten auf zwei Messungn, die innerhalb von zwei Monaten nach der Katastrophe durchgeführt worden waren. Screening-Untersuchungen auf Schilddrüsen-Karzinome wurden in den vergangenen zehn Jahren bis zu viermal vorgenommen. Nach Angaben der Forscher gibt es bislang keinen Hinweis darauf, dass die Krebsrate in dem bisherigen Untersuchungszeitraum gesunken ist. Indirekt bestätigt werden diese Ergebnisse auch durch Untersuchungen bei Überlebenden der Atombomben-Explosionen in Japan. Die Krebsrate habe erst 30 Jahre später begonnen, zu sinken, sei aber selbst nach weiteren 10 Jahren noch erhöht gewesen.

Weitere umfangreiche Informationen zu Tschernobyl gibt es auf der Webseite des „National Cancer Institute“ in Bethesda

 

 

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