Neue Therapie-Option für Melanom-Patienten

Die FDA hat heute (Yervoy) für Patienten mit metastasiertem Melanom zugelassen. Ipilimumab ist ein monoklonaler Antikörper, der das cytotoxische T-Lymphozyten-Antigen (CTLA-4) blockiert. CTLA-4 schwächt das Immunsystem und damit die Fähigkeit des Organismus, die Melanom-Zellen zu zerstören. Ipilimumab wird intravenös verabreicht. Wirksamkeit und Sicherheit des  Präparats, das von Bristol-Myers Squibb vermarktet wird, wurden  in einer internationalen Studie mit 676 Melanom-Patienten belegt. Alle Studienteilnehmer hatten auf verfügbare Therapien nicht mehr angesprochen. Sie erhielten entweder Ipilimumab plus eine experimentelle Tumor-Vakzine (gp100) oder nur die Tumor-Vakzine. In der Gruppe mit der Kombinationstherapie betrug die Überlebendsdauer im Mittel 10 Monate, in der Gruppe mit allein der Vakzine knapp 6,5 Monate. Häufige Nebenwirkungen unter Yervoy waren Müdigkeit, Durchfall, Hautrötungen, Kolitiden und endokrine Störungen. Bei knapp 13 Prozent der Patienten traten schwere oder sogar tödliche Autoimmunreaktionen auf. Wenn Patienten Nebenwirkungen bekamen, wurde Ipilimumab abgesetzt und eine Steroid-Therapie begonnen.

Weitere Informationen


1. ASCO 2010: Phase-III-Studie

2. CTLA-4-Antikörper in der Therapie des metastasierten Melanoms

3. „Hyponatremia associated with Ipilimumab-induced hypophysitis”

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