Alzheimer-Demenz: Frühintervention mit Memantine angeblich nutzlos

Memantine ist nach neuen Studiendaten zur Frühintervention bei Morbus Alzheimer angeblich nicht geeignet: Bei Patienten mit leichter Alzheimer-Demenz wirke es nicht besser als ein Placebo-Präparat, berichten Dr. Lon Schneider („University of Southern California“) und seine Kollegen in den „Archives of Neurology“ .

Die US-Forscher haben Daten von drei Studien ausgewertet, an denen 431 Patienten mit leichter Demenz (MMSE 20 – 23) und 697 mit moderat ausgeprägter Erkrankung (MMSE 10 – 19) teilgenommen hatten. Die Analyse ergab für Memantine im Vergleich zu Placebo bei den Patienten mit leichter Demenz keine Vorteile, auch dann nicht, wenn die Daten der Studien kombiniert ausgewertet wurden. Im Gegensatz dazu wurde bei Patienten mit moderater Alzheimer-Demenz ein positiver und signifikanter Effekt dann festgestellt, wenn alle Studiendaten kombiniert wurden. Es gibt nach Angaben der US-Forscher daher keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass eine Frühintervention mit Memantine bei leichter Demenz etwas nützt. Und für einen Nutzen bei moderater Alzheimer-Demenz seien die Belege relativ schwach.

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