Herzinfarkt-Patienten: selbst kurzfristige NSAR-Therapie riskant

KHK-Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, sollten NSAR so weit wie möglich meiden. Selbst eine kurzfristig und niedrig-dosierte Therapie gehe bereits mit einem erhöhten Infarkt- und Mortalitäts-Risiko einher, berichten dänische Kardiologen in „Circulation“. Laut Dr. Anne-Marie Schjerning Olsen von der Universität von Kopenhagen ergab eine Daten-Analyse bereits in den ersten sieben Therapie-Tagen eine Risiko-Zunahme für Tod oder Re-Infarkt um 45 Prozent. Wurde die Therapie drei Monate fortgesetzt,  nahm das Risiko um 55 Prozent zu.  Die Ergebnisse zeigen nach Angaben der Autoren, dass es kein wirklich sicheres „Therapie-Fenster“   für NSAR bei Herzinfarkt-Patienten gibt.

Olsen und ihre Kollegen haben Register-Daten von 83 675 Patienten ausgewertet, die zwischen 1997 und 2006 wegen eines ersten Herzinfarktes stationär behandelt wurden. Ihr Durchschnittsalter betrug 68 Jahre, 63 Prozent waren Männer. 35 405 Patienten bekamen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wenigstens einmal ein NSAR verschrieben, am häufigsten mit einem Anteil von 23 Prozent Ibuprofen (Diclofenac 13,4, Rofecoxib 4,7 und Celecoxib 4,8 Prozent). Während des Beobachtungszeitpunktes kam es zu 35 257 Todesfällen oder Re-Infarkten. Die statistische Berechnung ergab dann ein um 45 und 55 Prozent erhöhtes Risiko für Tod oder Re-Infarkt. Das statistisch höchste Risiko innerhalb der ersten Therapie-Woche ergab sich für Diclofenac (Faktor drei). Allein Naproxen ging nicht mit einer Risiko-Zunahme einher.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s