Apixaban bei Vorhofflimmern: weniger Hirninfarkte, Blutungen und Todesfälle

Der orale Gerinnungshemmer Apixaban ist dem Klassiker Warfarin zur Schlaganfall-Prävention bei Vorhofflimmern überlegen. Ergeben hat dies die „ARISTOTLE“-Studie, die heute beim Kongress der Europäischen Kardiologen-Gesellschaft in Paris vorgestellt wurde. Der Faktor Xa-Hemmer beugte nicht allein Hirninfarkten besser vor, sondern führte auch zu weniger Blutungen. Und: Auch die Sterberate war unter Apixaban (Eliquis) geringer. Die Studie mit dem Präparat von Pfizer und Bristol-Myers Squibb ist zeitgleich im „New England Journal of Medicine“ 

erschienen.  An der Studie unter Leitung von Dr. Christopher Granger („Duke University“) in Durham haben 18 201 Patienten mit Vorhofflimmer teilgenommen, die entweder zweimal täglich je fünf Milligramm Apixaban erhielten oder eben Warfarin. Die mittlere Beobachtungszeit betrug 1,8 Jahre. Hier die Ergebnisse:

Endpunkt Apixaban (%/Jahr) Warfarin (%/Jahr) Relative Risikoreduktion (in Prozent)
Schlaganfall oder Embolie 1,27 1,6 21 (p = 0,01)
Schwere Blutungen 2,13 3,09 31 (p ≺ 0,001)
Gesamt-Sterberate 3,52 3,94 11 (p = 47)
Hämorrhagische Infarkte 0,24 0,47 49 (p ≺ 0,001)
Ischämische Infarkte 0,97 1,05 8 (p = 0,42)

 

Laut Granger verhindert Apixaban bei der Behandlung von 1000 Patienten über knapp zwei Jahre sechs zusätzliche Schlaganfälle, 15 schwere Blutungen und acht Todesfälle. Durch die guten Studien-Daten werden die beiden Konkurrenten Pradaxa und Xarelto erheblich unter Druck geraten. Gewinner wird nach Ansicht des Pharma-Analysten Lawrence Biegenden (Wells Fargo) Apixaban sein, der Verlierer Pradaxa. Laut Biegelsen wird 2015 Apixaban einen Marktanteil von rund 45 Prozent haben, Xarelto von 31 und Pradaxa von nur 18 Prozent. Mit ein Grund dafür sei, dass Apixaban und Dabigatran beide zweimal täglich verabreicht werden müssen, es also – ausgehend von den bisherigen Studiendaten – keine Gründe gebe, Pradaxa zu bevorzugen. Rivaroxaban hingegen habe noch den Pluspunkt der einmal täglichen Gabe.

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