Neuroleptika bei Demenz-Kranken: Analgetika manchmal die bessere Wahl

Demenz-Kranke erhalten angeblich oft Antipsychotika, aber nach Ergebnissen einer aktuellen Arbeit könnten Analgetika manchmal sinnvoller sein. Nach Angaben eines Teams norwegischer und britischer Kollegen nehmen bei fast rund 20 Prozent der Demenz-Kranken agitierendes und aggressives Verhalten nach einer Schmerztherapie ab.  Die Forscher um Dr. Bettina S. Husebø von der Universität Bergen haben bei 352 Patienten mit Demenz und aggressivem oder agitierendem Verhalten den Nutzen einer Analgetika-Therapie untersucht („British Medical Journal“). Während der achtwöchigen Studie erhielt die eine Hälfte der Patienten ihre gewohnte Therapie, die andere Hälfte zusätzlich Analgetika (Paracetamol, niedrig dosierte Opioide, bei Neuropathien auch Antikonvulsiva). Laut Husebø waren in der Verum-Gruppe nach acht Wochen erwartungsgemäß die Schmerzen vermindert. Zudem verhielten sich die Patienten deutlich weniger aggressiv und agitierend. Eine Schmerztherapie sollte, so die Schlussfolgerung der Autoren, daher grundsätzlicher Bestandteil der Versorgung von Demenz-Kranken sein.

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