Altern: Schützen Antioxidantien Stammzellen?

Mit dem Alter einhergehende Gewebeveränderungen können durch eine Dysfunktion der Mitochondrien in Gewebe-Stammzellen verursacht werden, meldet heute ein internationales Forscherteam in der Zeitschrift „Cell Metabolism“. Die Wissenschaftler um Professor Anu Suomalainen Wartiovaara (Universität von Helsinki) fanden zudem heraus, dass Antioxidantien einer Fehlfunktion der Stammzellen vorbeugen können. Die Ergebnisse der Studie von Erstautor Brian S. Garrison lassen vermuten, dass Sauerstoffradikale an der Regulation der Stammzellen-Funktion beteiligt sind und dass Stammzellen sehr empfindlich auf eine Dysfunktion de Mitochondrien reagieren.

Die Bedeutung der Mitochondrien und freier Sauerstoffradikale für das Altern von Zellen und Geweben wird seit langem diskutiert. Vor allem bei neurodegenerativen Krankheiten stehen sie derzeit wieder verstärkt im Fokus de Forschung („Journal of Neurology“).

Neurowissenschaftler um Professorin Anne Eckert (Basel) und Professor Jürgen Götz (Sidney) gehen aufgrund vieler experimenteller Untersuchungen davon aus, dass mitochondriale Schäden ein sehr frühes Ereignis in der Pathogenese der Alzheimer-Demenz sind; die Dysfunktion der Mitochondrien sei dabei zum einen eine Folge des physiologischen Alterns (Mutationen der mitochondrialen Erbsubstanz) und von Umwelteinflüssen (etwa Lebensstil, kardiovaskuläre Risikofaktoren). Zum anderen gibt es laut Eckert und Götz mehrere Belege dafür, dass Beta-Amyloid und auch Tau-Protein den Mitochondrien schaden. Im Zusammenhang mit der Alzheimer-Pathogenese sprechen die beiden Grundlagenforscher daher auch vom „verderblichen Trio“ aus Altern, Amyloid und Tau, wobei die Mitochondrien eine Art „Bindeglied“ seien. Ausgehend von der pathogenetischen Relevanz der Mitochondrien und der Sauerstoffradikale wurden und werden seit Jahren pharmakologische Ansätze entwickelt und erforscht („Pharmaceutical Research“). Am bekanntesten dürften Flavonoide, Ginkgo-Biloba-Extrakte und seit einigen wenigen Jahren auch das Antihistaminikum Dimebon sein. Die bisherigen pharmakologischen Ansätze werden aber hinsichtlich ihrer klinischen Wirksamkeit vielfach als unzureichend geschätzt.

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