Das Verschweigen von Studien-Daten: riskant und teuer

Studien-Daten können manipuliert, aber auch auch verschwiegen werden. Das Verschweigen relevanter Studien-Resultate könne Patienten gefährden, führe zu unnötigen Kosten im Gesundheitswesen und schaden der Integrität der wissenschaftlichen Medizin, kritisieren nun mehrere Autoren in einer Serie von Beiträgen im „British Medical Journal“. Dr. Andrew Prayle („Nottingham University“) und seine Kollegen haben zum Beispiel herausgefunden, dass nur von 22 Prozent der im Jahr 2009 registrierten Studien („ClinicalTrials.gov“)  selbst ein Jahr nach Beendigung die Ergebnisse publiziert wurden. Ein anderes Autoren-Team hat festgestellt, dass nicht einmal die Hälfte der Studien, die von den „National Institutes of Health“ in den USA finanziert wurden, innerhalb von 30 Monaten nach Abschluss  in einer Zeitschrift mit „Peer-Review-Verfahren“ veröffentlicht wurde. Autoren eines dritten Beitrags wiederum kommen zudem zu dem Schluss, dass Metaanalysen unterschiedliche Ergebnisse haben, sobald bislang unpublizierte Daten berücksichtigt werden.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Das Verschweigen von Studien-Daten: riskant und teuer

  1. gunther

    wäre doch nett, wenn man auf clinicaltrials.gov mal filtern könnte nach „Studie angemeldet und kein Ergebnis“. Dann würden sich sicher wieder Leute finden, die das auswerten.

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