„HDL-Erhöher“ Dalcetrapib: Roche gibt auf

Der Pharma-Konzern Roche hat heute bekannt gegeben, das Studien-Programm zur Entwicklung des CEPT-Hemmers Dalcetrapib bei KHK-Patienten zu beenden. Anlass sind die schlechten Interims-Ergebnisse einer Phase-3-Studie (dal-OUTCOMES-Studie) zur Effektivität und Sicherheit des zusätzlich zur Standard-Therapie verabreichten CEPT-Hemmers.

Die Entscheidung des Schweizer Konzerns könnte auch die Entwicklung von anderen Wirkstoffen dieser Gruppe beeinträchtigen, meinten laut Medien-Berichten einige Pharma-Analysten. Einen CEPT-Hemmer hat zum Beispiel MSD mit Anacetrapib in der Phase 3 der klinischen Entwicklung. Eli Lilly plant eine Phase-3-Studie zu dem Wirkstoff Evacetrapib.

Die für Roche so enttäuschenden Resultate der Dalcetrapib-Studie sind ein weiterer Beleg dafür, wie schwierig es inzwischen geworden ist, in der Herz-Kreislauf-Pharmakologie noch ein Präparat zu entwickeln, mit dem die bestehende Therapie weiter verbessert werden kann. Die Ära der so genannten „Blockbuster“ in der kardiovaskulären Medizin scheint vermutlich wirklich dem Ende entgegen zu gehen, eine Entwicklung, die seit mehreren Jahren schon vorhergesagt wird. Der Trend scheint derzeit eher in Richtung potenziell teure „Nischen-Produkte“ zu gehen – für die so genannte „individualisierte Medizin“.

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